// neubau eines einfamilienhauses, bad soden



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Das Grundstück in einem gut eingewachsenen Wohnviertel Bad Sodens war mit einem Siedlungshaus bebaut. Am Anfang stand die Überlegung, dieses durch einen Anbau zu ergänzen. Entschieden wurde ein Abriss und der Neubau eines großzügigen Wohnhauses für eine vierköpfige Familie.

Städtebaulich fügt sich das Gebäude mit seiner markanten Giebelfassade in das Strassenbild ein, in dem die alten Siedlungshäuser wie „Zähne“ nebeneinander stehen. Im Erdgeschoss befinden sich der Wohn- und Essbereich sowie die Küche, im Obergeschoss sind die Schlafräume und Bäder angeordnet. Zwei Räume des Untergeschoss erhalten große Fenster mit Lichtgräben, wodurch die angeschlossenen Räume als Arbeits- und Gästezimmer nutzbar werden. Im Dachgeschoss entsteht ein, durch die Dachgeometrie geprägtes Medienzimmer mit vorgelagerter Dachterrasse.

Das Leitmotiv im Inneren ist die großzügige, offene Treppenhalle mit den skulptural ausgebildeten Treppenläufen, die bis zum Dachgeschoss erlebbar sind. Durch die ausschließlich vertikale Belichtung der Halle über ein längsgerichtetes Oberlichtband wird die Spannung des Raumes noch verstärkt.


Durch energetische Optimierungen unterschreitet das Gebäude die Anforderungen der EnEV um über 30%. Um dies zu erreichen, wird zunächst der Hauptenergiebedarf durch die sehr gut wärmeisolierende Gebäudehülle und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung minimiert. Die erforderliche Restwärme wird durch eine darauf abgestimmte Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage erzeugt. Damit kann das Gebäude in seiner Gesamtenergiebilanz als „Plusenergiehaus“ gesehen werden.



projektinfo
baujahr 2010 – 2011
bauherr privat
projektleitung jan jüttemann und sebastian gieles