// umwandlung eines ehemaligen fabrikgebäudes in ein mehrfamilienwohnhaus



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In der Ortsmitte von Frankfurt-Preungesheim, in einer ehemaligen Produktionsstätte für Telekommunikationstechnik, entstand nach intensiven Gesprächen mit der Bauaufsicht ein Konzept für die Umnutzung des Fabrikgebäudes in ein Mehrfamilienwohnhaus. Diese Maßnahme bildete eine intelligente Alternative zum bis dato bestehenden Konzept „Abriss und Neubau eines Discount-Supermarktes mit großem Parkplatz“ und sorgte für die Neuentstehung von insgesamt 31 Wohneinheiten.

Im ersten Schritt wurde der Bestand vollständig entkernt. Die vorhandenen Erschließungskerne blieben dabei erhalten, in die ehemaligen Lastenaufzugsschächte wurden Personenaufzüge installiert.

Auf der Dachfläche wurden drei Pavillons in Holzrahmenbauweise erstellt und mit den darunter liegenden Wohnungen zu Maisonetten verknüpft. Die dadurch entstanden großzügigen Dachterrassen eröffnen einen Blick auf die Frankfurter Skyline und den Taunus. Die Wohnungen in den unteren Geschossen erhielten vor die Fassade gestellte Stahl-Balkone, die durch ihre Materialität den Industriecharakter des Gebäudes unterstützen.

Trotz sehr umfangreicher Maßnahmen zur Ertüchtigung des Brandschutzes und teils aufwändigen strukturellen Anpassungen der Tragkonstruktion konnten die Wohnungen für Frankfurter Verhältnisse zu sehr günstigen Preisen veräußert werden. Dabei wurden die für Neubauten geltenden Anforderungen der EnEV 2009 eingehalten und das Mehrfamilienhaus auf ein sehr gutes energetisches Level gehoben.


projektinfo
baujahr 2010 – 2012
bauherr BPT Invest GmbH
projektleitung Stephan Schuller in Arbeitsgemeinschaft mit Architekt Andreas Brehm